Lesung & Gespräch mit Djaïli Amadou Amal
Wuppertaler Literatur Biennale 2026
Djaïli Amadou Amal
Die Wut der ungeduldigen Frauen
Moderation: Marie Cravageot & Laura Wiemer
„Munyal“, Geduld, heißt es immer wieder. Doch Ramla, Safira und Hindou werden ungeduldig. Die drei Frauen, aufgewachsen im Norden Kameruns, wollen sich ihrem Schicksal nicht länger beugen.
In einem mehrstimmigen Roman erzählt Djaïli Amadou Amal ihre eng verwobenen Leben: Ramla, die von Bildung und Selbstbestimmung träumt, wird als Zweitfrau in eine polygame Ehe mit Safiras Mann gezwungen. Die junge Hindou muss ihren gewalttätigen Cousin heiraten.
Unterdrückung, Zwangsheirat, Polygamie: Was hier sichtbar wird, steht für die Lebensrealität vieler Frauen in der Sahelzone. Im Gespräch mit Djaïli Amadou Amal geht es um Erzählen als Akt des Widerstands und um Stimmen, die sich nicht länger zum Schweigen bringen lassen.
Moderation in deutscher und französischer Sprache: Marie Cravageot und Laura Wiemer.
Eine Kooperation mit dem Fachbereich Romanistik der Bergischen Universität Wuppertal im Rahmen der „Rencontres Littéraires“. Studierende der BUW erhalten nach Anmeldung bis zum 30.04. an wlb@stadt.wuppertal.de freien Eintritt.
Djaïli Amadou Amal, Autorin und Frauenrechtsaktivistin, gilt als eine der wichtigsten Schriftstellerinnen Kameruns. Sie wurde als muslimische Fulbe mit 17 Jahren zwangsverheiratet und hat alle Tiefen und Formen der Unterdrückung einer Frau aus der Sahelzone durchlebt. 2012 gründete sie die Vereinigung Femmes du Sahel, die sich für die Bildung von Frauen und gegen geschlechtsspezifische Gewalt einsetzt. „Die ungeduldigen Frauen“ wurde 2019 mit dem Prix Orange du Livre en Afrique und 2020 mit dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet. Das Buch ist inzwischen in über 20 Sprachen übersetzt. In Frankreich 2021 zur Autorin des Jahres gewählt, erhielt sie 2022 die Ehrendoktorwürde der Sorbonne.
Eine Veranstaltung im Rahmen der Wuppertaler Literatur Biennale 2026: wlbiennale.de/
Tickets und Infos: https://www.wuppertal-live.de/?632849